Frostbite Engine
Geschrieben von: joraku, Shadow;   
Mittwoch, den 20. April 2011 um 18:08 Uhr

Der schwedische Entwickler DICE setzt bei Battlefield 3 auf die hauseigene Engine "Frostbite 2.0", welche sich schon seit drei Jahren in der Entwicklung befindet.

Die einzelnen Versionen im Überblick:

Frostbite 1.0

Die Frostbite Engine ist seit dem Spiel Battlefield: Bad Company, welches im Juni 2008 exklusiv für Xbox 360 und Playstation 3 erschien, im Einsatz und wird seitdem ständig weiterentwickelt. In Bad Company ist es schon möglich Wände zu zerstören und somit auch die Deckung der Gegner. Die dynamische Zerstörung der Spielwelt kann auch dafür genutzt werden Schießscharten oder Hindernisse zu erzeugen. Jedoch kann der Spieler nicht nur Wände zerstören. Auch die Fahrzeuge, Bäume und der Boden haben ein Schadensmodell und verändern sich bei Beschuss. Eine dynamische Beleuchtung ist ebenfalls vorhanden. Den Entwicklern war eine gute Soundkulisse wichtig um die Schlachtfeldatmosphäre besonders authentisch zu gestalten. Da sehr viele Geräusche zu hören sind, wird auf die HDR-Audio-Technik gesetzt. Diese Technik wechselt die Soundeffekte so, dass wichtige Soundeffekte, die den Spieler betreffen, klar zu hören sind und nicht in der Masse an Klängen untergehen. Wer mehr über die Frostbite Engine 1.0 erfahren möchte, sollte sich auch dieses Video von den Entwicklern ansehen:

Bad Company: Frostbite Engine Trailer.

 

Frostbite 1.5

Die Frostbite Engine 1.5 wurde erstmals bei Battlefield 1943 eingesetzt. Bekannt dürfte sie allerdings durch Bad Company 2 geworden sein. In diesem Spiel wurde die Zerstörung 2.0 (Destruction 2.0) eingeführt, die dem Spieler nicht nur die Zerstörung von Wänden, sondern sogar von ganzen Gebäuden erlaubt. Die Engine unterstützt außerdem DirectX 10 und DirectX 11. Besitzt man eine DX10 oder DX11 fähige Grafikkarte, sowie Windows Vista / 7 kann man sich auf feiner aufgelöste Schatten, sowie auf Multisampling Kantenglättung freuen. Spieler die mit DirectX 9 spielen, müssen auf die beiden genannten Features aus technischen Gründen verzichten.

 

Frostbite 2.0

In Battlefield 3 kommt, wie oben schon geschrieben, eine Weiterentwicklung der Frostbite Engine 1.5 zum Einsatz. Die Frostbite Engine 2.0 wird DirectX 9 nicht mehr unterstützen, deshalb können Spieler, die noch auf Windows XP als Betriebssystem setzen Battlefield 3 nicht spielen. DirectX 11 wird jedoch vollständig unterstützt. Außerdem soll die Engine einen Vorteil aus 64Bit Betriebssystemen ziehen. Welche das, abseits der größeren Menge an nutzbaren RAM sein werden, ist noch nicht bekannt. Die Engine wird Analytical Ambient Occlusion verwenden, das die Schatten realistischer machen wird. Desweiteren wird Morphological Antialaising genutzt, das eine Kantenglättungsmethode ist. Das Beleuchtungssystem wurde ebenfalls überarbeitet. Bewegtes Bildmaterial findet ihr hier:

Real-Time Radiosity Tech Demo Video.

Die Maps werden bei Battlefield 3 ebenfalls wieder größer ausfallen und kleinere Zerstörungen sehen realistischer und detaillierter aus, als bei Bad Company 2. Besonders stolz ist das Team von DICE, dass ihre Engine ein Erdbeben und die daraus resultierenden Schäden optisch eindrucksvoll darstellen kann. Einen sehr guten Eindruck der Engine vermittelt die Fault Line - Videoserie, welche auch schon das erwähnte Erdbeben zeigt.

 
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